Lebensstil

Kapaun mit Zitronensoße

Hinzugefügt 19. 7. 2016

Der Kapaun kann ein kastrierter Hahn oder ein kastriertes Kaninchen sein. In beiden Fällen geht es um weiches und schmackhaftes Fleisch. Kapaune waren in der Barockzeit ein sehr beliebtes Lebensmittel.

Selbst habe ich die Speise aus einem schönen heimischen Hähnchen zubereitet und das Ergebnis war köstlich. Ich empfehle, diese zarte und köstliche Speise auszuprobieren und dabei den Geruch und Geschmack des Barocks zu erleben.

Zur Zubereitung braucht man:

  • cca 1,50 kg Fleisch vom Kaninchen, Gockel oder Hühnchen
  • 1 gehäufter Löffel Butter
  • Salz      

Für die Soße:

  • 60 g Butter
  • 60 g glattes Mehl
  • cca ¾ l Hühner- oder Kaninchenbrühe
  • 1 Zitrone
  • ½ TL Safran
  • Salz
  • Zuerst das Fleisch in Portionen schneiden, teilweise entbeinen und alle kleinen Fleischteile abschneiden, die nicht kompakt sind. Aus den Knochen und Abschnitten vom Fleisch wird eine Brühe bereitet, in die man das Wurzelgemüse zugeben kann. Dadurch gewinnt die Soße, für die die Brühe verwendet wird, an Geschmack.

Das vorbereitete Fleisch wird in zerlassener Butter geröstet. Das Fleisch soll nur goldene Farbe haben, es darf nicht zu dunkel sein. Dann wird es gesalzen und abgedeckt weichge-dünstet. Nach Bedarf wird es mit ein wenig Wasser oder Brühe aufgegossen. Aus Butter und Mehl wird eine helle Mehlschwitze hergestellt, zu der unter ständigem Rühren die ausge-kühlte Brühe hinzugegossen wird, bis die gewünschte Dickflüssigkeit erreicht ist. Nach Geschmack werden Salz, Safran und die Schale einer gut gewaschenen halben Zitrone zugegeben. Die Schale wird nicht gerieben, sondern es wird eine Spirale verwendet, die mit einem Messer oder einem Schäler gemacht wird. Dann wird es auf mittlerer Flamme ca. 20 Minuten gekocht. Nun wird die Soße durchgesiebt und mit der Zitronenschale abgeschmeckt. Eine Portion des angebratenen Fleisches wird mit dem Bratenfond übergossen und mit ein wenig Zitronensoße aufgegossen. Diese Speise wird überwiegend mit gekochtem Reis serviert, der mit fein geschnittenen, hart gekochten Eiern bestreut wird. An diesem Rezept fehlt Ihnen Sahne zum Drübergießen? Sie ist dort nicht nötig, da die Soße einen zarten und ausgeglichenen Geschmack hat und der Safran ihr eine schöne Farbe gibt. Ich bin überzeugt davon, dass diese Speise viele Fans gewinnen wird. Guten Appetit bei der Entdeckung der neuen Geschmacksrichtungen des Barocks wünscht Ihnen Miroslava Kuntzmannová

Dank gebührt Frau PhDr. Irena Bukačová, der Direktorin des Museums und der Galerie der nördlichen Pilsner Region in Maria Teinitz und Frau Jana Dienstpierová, die auch dort arbeitet, für die freundliche Aufnahme und die Erlaubnis, die zubereiteten Speisen direkt in der Ausstellung des Museums zu fotografieren. Dank gebührt ebenso Mgr. Jana Slámová aus dem Völkerkundemuseum in der Pilsener Region für die bereitgestellten Informationen aus der zeitgenössischen Literatur.